The Folk Music Centre

Im Rahmen des Volksmusikfestivals in Siglufjördur am 5.0.2014 17.00 Uhr findet eine Uraufführung einer Kinderoper "Baldursbrá" (Daisy) statt. Komponist

Baldursbrá (Daisy)

Im Rahmen des Volksmusikfestivals in Siglufjördur am 5.0.2014 17.00 Uhr findet eine Uraufführung einer Kinderoper "Baldursbrá" (Daisy) statt. Komponist ist Gunnsteinn Olafsson und der Dichter Bödvar Gudmundsson hat den Text nach Olafsson’s Geschichte verfasst. Es handelt sich um eine konzertante Aufführung. Eine zweite Konzertaufführung findet am 9. Juli in Langholtskirkja in Reykjavik um 20.00 Uhr statt.



Fjola Nikulásardottir Sopran singt Daisy, Eyjolfur Eyjolfsson Tenor den Regenbrachvogel, Águst Ólafsson Bariton den Fuchs und David Olafsson Bass den Widder. Neun Kinder singen und spielen die Fuchswelpen. Es spielt ein Kammerorchester. Die Musik besteht zum Teil aus isländischen Volksliedern.



Die Oper findet vor dem Hintergrund der isländischen Natur statt, wo Tiere und Blumen sich begegnen. Soll man seine Träume verwirklichen? Was bedeutet  "Freundschaft"? Kann Feindschaft sich verändern? Was bedeutet "Zuhausesein"? Mit diesen Fragen setzt sich die Oper inhaltlich auseinander unter Verwendung lustiger und vielfältiger Musik.



 

Zum Inhalt:



1. Akt.

Die Daisy (Strandkamille) genießt den schönen Morgen in ihrer Senke am Bach, der fröhlich plätschert. Es kommt ein Regenbrachvogel mit langem Schnabel vorbei. Er erzählt von der schönen Aussicht oben auf dem Berg und wie schön der Sonnenuntergang dort sei. Er lädt Daisy dazu ein, mit ihm auf den Berg zu kommen, um die schöne Aussicht zu genießen. Sie erklärt ihm, dass Sie dort in der Senke verwurzelt sei und sich nicht fortbewegen könne. Er meint, dies sei kein Hindernis, er werde seinen Freund, den Fuchs, holen. Man sieht den Fuchs vor seinem Bau mit seinen Welpen. Als der Regenbrachvogel dort landet, stürzen die Welpen auf ihn zu, um ihn zu fangen. Er kann sich nur mit großer Mühe retten. Der Fuchs lädt den Vogel ein, ihn in seinen Bau zu besuchen. Dort erzählt der Vogel  von der Blume, die den Wunsch hat, auf den Berg hochzugehen. Der Fuchs findet die Idee absurd und will nicht mitmachen, die Blume hochzubringen. Mit List gelingt es dem Vogel, den Fuchs zu überreden. Er gräbt die Blume aus und bringt sie auf den Berg hoch. Ein böser Widder sucht sich in der Nähe des Gipfels etwas zu Fressen. Er ist ja ein gieriger Allesfresser! Der Fuchs macht ein Loch für die Blume in der Erde auf dem Berg, warnt aber vor der Kälte und dem Wassermangel dort. Die Blume und der Vogel sind außer sich von Freude und genießen den schönen Sonnenuntergang.



2. Akt.

Am Morgen. Die Blume und der Vogel wachen auf. Die Blume sieht schlecht aus. Die Blätter sind leblos und sie glaubt, dass sie bald sterben wird, wenn sie nicht bald Wasser bekommt. Sie muss wieder in ihre Senke zurück, sonst ist ihr Leben vorbei. Der Vogel fliegt wieder zum Bau des Fuchses. Im Bau findet eine Zeremonie statt. Der Fuchs belehrt die Welpen darüber, wie sie einen richtigen Widder fangen sollen. Es werden alte isländische Rimur-Gesänge in dieser Szene gesungen. Die Welpen verschwinden auf die Jagd. Der Vogel kommt rein und bittet den Fuchs um Hilfe. Der ist aber nicht in Laune, sich wieder von den Blumen an der Nase herumführen zu lassen. Auf dem Berg ist die Blume alleine. Der hungrige Widder kommt und möchte die Blume vernaschen. Da stürzen plötzlich die Fuchswelpen auf ihn zu und es beginnt ein erbitterter Kampf. Am Ende gelingt es dem Widder, sich von den Welpen loszureißen, er ergreift die Blume und verschwindet mit ihr. Der Brachvogel kommt fliegend zurück. Er sieht, dass die Blume verschwunden ist.



Pause



3. Akt.

Der arme Vogel hockt auf dem Berg und trauert um seine liebe Freundin, die Blume. Er versteht nicht, warum sie einfach verschwunden ist, ohne sich zu verabschieden. Da hört er plötzlich ihre Stimme ganz in der Nähe. Der Widder hatte sie angeknabbert, fand aber, sie schmecke schlecht und schmiss sie in eine Spalte. Der Vogel kuschelt sich an die Blume um sie zu wärmen und versucht, sie vom kalten Wind zu schützen. Sie schlafen mit einem alten isländischen Schlaflied ein. Es kommt ein dicker Nebel. Plötzlich erscheint  ein kleines Licht in der Ferne. Es ist der Fuchs mit einer Stirnlampe. Er fordert den Vogel auf, mit ihm die Blume auszugraben und wieder in ihre Senke zu bringen. Aber der Vogel ist böse und möchte zuerst nichts mit diesem Verräter zu tun haben. Am Ende kommt es zu einer Versöhnung, und sie gehen mit der bewusstlosen Blume los. Sie irren im Nebel herum, stoßen dann plötzlich auf den Widder . Der Fuchs will jetzt endgültig seinen Kampf mit diesem alten Feind zur Ende bringen. Der Vogel versucht, ihn davon abzuhalten, doch ohne Erfolg. Dem Fuchs gelingt es, den Widder zu überwältigen und will ihm die Gurgel durchbeißen. Der Widder flüstert leise, dass er wisse, wo die Senke der Blume ist, und dass er den Weg kenne. Der Fuchs gibt nach, und sie rennen alle drei los, um die Blume zu retten. Am Bau fachsimpeln die Fuchswelpen darüber, warum ihnen die Erlegung des Widders nicht gelungen sei. Sie erfahren, dass ihr Vater einen Kampf mit dem Widder führt und sie stürzen los, um ihm zu helfen. Der Fuchs, der Widder und der Brachvogel finden die Senke der Blume und pflanzen sie wieder in ihr Loch. Sie richtet sich wieder auf und singt. Sie bekommt Angst, als sie den Widder sieht, aber der Fuchs behauptet, niemand hätte etwas zu befürchten, alle seien hier Freunde. In diesem Augenblick erscheinen die Welpen auf der Bildfläche und greifen den Widder an. Der Fuchs muss eingreifen und die Welpen davon überzeugen, dass sie sich geirrt haben. Sie hätten doch nur ein kleines Schäflein erwischt und nicht einen riesigen Widder. Die Welpen sind nicht ganz überzeugt, schließlich glauben sie dem Vater. Am Ende wird fröhlich getanzt und die Mannigfaltigkeit des Lebens und der Natur gepriesen.

 

 

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moya - Útgáfa 1.13 2009 - Stefna ehf